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Ausführungsplanung, Vorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe

Das Ingenieurbüro SHN in Chemnitz ist Ihr kompetenter Partner für Ingenieurdienstleistungen im Bereich Ausführungsplanung, Vorbereitung und Mitwirkung bei der Vergabe.

Unsere Planungsleistungen umfassen: Leistungsbeschreibungen und Leistungsverzeichnisse, Tragwerksplanung, Maschinenaufstellungspläne, Funktionelle Ausschreibungsunterlagen und Vergabevorschläge, Risikobeurteilung nach Maschinenrichtlinie und DIN EN ISO 14121-1, Wärmeschutznachweise

Leistungsbeschreibungen und Leistungsverzeichnisse

Leistungsbeschreibung
Bei der Errichtung eines Bauwerkes sind wirtschaftliche Lösungen ein wichtiger Faktor. Aus diesem Grund entwickeln und nutzen viele Lieferanten und Hersteller Systemlösungen oder Baukastensysteme. Wenn sich ein Bauherr nun für ein bestimmtes System entscheidet, minimiert er dadurch den Bieterkreis.

Ein Ausweg aus dieser Situation ist eine Leistungsbeschreibung. Sie enthält unabhängig von einem System alle zu erbringenden Leistungen und objektbezogenen Randbedingungen. Die Bieter, denen eine Leistungsbeschreibung ausgehändigt wurde, können ihre Systeme verwenden und damit wirtschaftliche Angebote unterbreiten, vorausgesetzt sie halten die festgelegten Randbedingungen ein und setzen diese um.

In Ihrem Interesse nutzen wir diese Vorteile.

Leistungsverzeichnis
Ein Leistungsverzeichnis beschreibt / benennt die zu erbringenden Leistungsinhalte qualitativ und quantitativ umfassend. Leistungsverzeichnisse sichern im Vergleich zu Leistungsbeschreibungen die bessere Vergleichbarkeit von Angebotsunterlagen.

Die Erarbeitung von Leistungsverzeichnissen erfordert ein strukturiertes Vorgehen. Um die Qualität eines Leistungsverzeichnisses sicherzustellen, ist in jedem Fall eine Ausführungsplanung erforderlich. Nur auf dieser Grundlage können wir Massen, Dimensionen usw. eines bestimmten Bauteiles umfassend beschreiben.

Tragwerksplanung

Unter Tragwerksplanung versteht man die statisch-konstruktiven Planungsleistungen für Gebäude und zugehörige bauliche Anlagen entsprechend des Leistungsbildes der HOAI. Ziel der Tragwerksplanung ist es, die erforderliche Tragfähigkeit und Gebrauchstauglichkeit einer Baukonstruktion während der vorgesehenen Lebensdauer mit den Forderungen nach Wirtschaftlichkeit und Ästhetik in Einklang zu bringen.

Tragwerksplanung nutzt die Methode der statischen Berechnung (Baustatik) und wird bei Neubauten, Umbauten und Sanierungen in allen Leistungsphasen durchgeführt. Sie umfasst die Bearbeitung unterschiedlicher Bauwerksarten sowie verschiedener Bauweisen, wie Stahlbetonbau, Fertigteilbau, Stahlbau, Holzbau und Mauerwerksbau.

Maschinenaufstellungspläne

Die Erstellung von Maschinenaufstellungsplänen bzw. Apparateaufstellungsplänen ist ein wichtiges Instrument der Fabrikplanung. So sammeln Sie bereits in der Planungsphase Erkenntnisse über die tatsächliche Anlage, was Rückschlüsse auf die Ausführbarkeit ermöglicht. Außerdem können Sie dadurch Anforderungen der Maschinen- und Anlagentechnik an die bauliche Hülle ermitteln.

Zusätzlich dienen die Maschinen- bzw. Apparateaufstellungspläne bereits in der Vorplanung sowie der Genehmigungsplanung als Grundlage zur Darstellung der vollständigen Anlage, aber auch als Diskussionsgrundlage mit dem Bauherren und den zuständigen Genehmigungsbehörden. Daher sollte ein solcher Plan ein fester Bestandteil jeder Planung sein.

Es sind beispielsweise die nachfolgenden Aspekte zu prüfen und/ oder zu ermitteln:

  • Wie soll / muss die Anlagentechnik aufgestellt werden, damit die gewünschten technologischen Prozesse rationell ablaufen können?
  • Welchen Platzbedarf beanspruchen die einzelnen Anlagen? Darauf aufbauend wiederum können die erforderlichen Flächen für ein Bauwerk ermittelt werden.
  • Ist es möglich mit der geplanten Maschinen- / Apparateaufstellung auch die erforderlichen logistischen Aspekte (z.B. innerbetriebliche Transportprozesse) zu erfüllen?
  • Wo ist es produktionstechnisch günstig Lagerbereiche vorzusehen?
  • Kann mit einer anderen Maschinen-/ Apparateaufstellung eine Optimierung des Flächenbedarfes erreicht werden (Variantenvergleich und -bewertung)?

Wir unterstützen Sie gern mit unserem Know-how, unserer leistungsfähigen Rechentechnik und modernen CAD- Software bei der Erarbeitung Ihres individuellen Maschinenaufstellungsplans.


Funktionelle Ausschreibung und Vergabevorschläge

Funktionelle Ausschreibung
Die funktionelle Ausschreibung (siehe auch Leistungsbeschreibung) ist ein wichtiges Instrument um Leistungsinhalte für eine gewünschte Leistung auszuschreiben. Dazu werden die zu erbringenden Leistungen sowie die objektbezogenen Randbedingungen umfassend beschrieben. Angaben zu einzelnen Mengen, wie dies in einem Leistungsverzeichnis erfolgt, werden hier in der Regel nicht gemacht.

Die Anwendung einer funktionellen Ausschreibung kann dazu beitragen, sich nicht auf ein bestimmtes System festlegen zu müssen. Die Bieter haben in diesem Fall wiederum die Möglichkeit ihre "hauseigenen" Systeme (Baukastensystem) zu verwenden und können damit wirtschaftliche Angebote unterbreiten.

Vergabevorschläge
Eine gewünschte Leistung kann mittels einer funktionellen Ausschreibung / Leistungsbeschreibung und/ oder eines Leistungsverzeichnisses ausgeschrieben werden. Nach dem Ende der Ausschreibungsfrist prüfen wir die Angebotsinhalte der einzelnen Angebote umfassend. Dabei vergleichen wir nicht nur Kostenpositionen, sondern prüfen vielmehr, welche Leistungen sich hinter dem angebotenen Preis einer Position "verbergen". Diese Auswertung resultiert im Allgemeinen in ein bis drei zu favorisierenden Angeboten / Bietern, die einen ausgewogenen Angebotspreis zum angebotenen Leistungsumfang vorweisen.

Auf dieser Basis treffen wir eine fachlich fundierte Entscheidung und formulieren einen entsprechenden Vergabevorschlag für den Bauherrn.

Risikobeurteilung nach Maschinenrichtlinie und DIN EN ISO 14121-1

Die Risikobeurteilung nach Maschinenrichtlinie RL 98/37/EG (RL 2006/42/EG gültig ab 2009-12-29) und die Gefährdungsbeurteilung nach DIN EN ISO 14121-1 sind wichtige Instrumente um die Sicherheit im Sinne der Konformitätsübereinstimmung entsprechend der europäischen Gesetzgebung nachzuweisen und eine Maschine oder Anlage mit der CE- Kennzeichnung zu versehen.

Eine Risikobeurteilung wird bei der Errichtung einzelner Maschinen bzw. Anlagen und bei der Verknüpfung mehrerer Anlagen / Anlagenteile durchgeführt. In der Automobilindustrie werden beispielsweise Maschinen von unterschiedlichen Herstellern / Lieferanten bei der Errichtung von Fördertechnik miteinander verknüpft. Bei einer solchen Verknüpfung können Gefährdungspotentiale entstehen, die bei der Aufstellung einer isolierten Anlage möglicherweise nicht zum Tragen gekommen wären. Außerdem schließt die CE-Bescheinigung des Herstellers / Lieferanten einer Anlage / eines Anlagenteils nicht die Verknüpfung mit weiteren Anlagen/ Anlagenteilen ein. Die Gefährdungsbeurteilung eruiert mögliche Gefährdungspotentiale und zeigt Mittel und / oder Möglichkeiten auf, um die festgestellte Gefährdung zu beseitigen oder auf ein sicheres Maß zu reduzieren.

Im Rahmen der Risikobeurteilung nach Maschinenrichtlinie gehen unsere Ingenieure strukturiert und zielgerichtet vor. Wir führen eine Begehung durch und nehmen vor Ort die erforderlichen Daten auf. Dann werten wir die Daten aus und beurteilen das Gefährdungspotenzial. Wir unterbreiten Ihnen Lösungsvorschläge für die Beseitigung oder Minimierung der Gefährdungen. Als Ergebnis der Risikobeurteilung erhalten Sie von uns eine detaillierte Dokumentation.

Zusätzlich können durch eine Risikobeurteilung in der Planungsphase bereits Sicherheitsaspekte und Anforderungen an den Arbeitsschutz in der Planung vorgesehen werden, wodurch sich spätere Kosten durch Nacharbeiten reduzieren lassen.

Wärmeschutznachweise

Gebäude und Räume, die unter Einsatz von Energie beheizt und / oder gekühlt werden, bedürfen einer energetischen Betrachtung. Dies gilt analog für Anlagen und Einrichtungen der Heizungs-, Kühl-, Raumluft- und Beleuchtungstechnik sowie der Warmwasserversorgung in beheizten / gekühlten Gebäuden.

Zur Ermittlung des Jahres-Primärenergiebedarfs eines beheizten / gekühlten Gebäudes ist ein Wärmeschutznachweis gemäß den geltenden gesetzlichen Regelungen zu führen (EnEV). Dieser umfasst u.a. die Betrachtung von Faktoren wie Gebäudeausrichtung, Bauteildaten des Gebäudes (Bauteilaufbau, Flächenanteil am Bauwerk usw.) und die Systeme für die Beheizung / Kühlung des Gebäudes. Als Ergebnis des Wärmeschutznachweises wird der Jahres-Primärenergiebedarf ermittelt, der festgelegte Grenzwerte nicht überschreiten darf.